Rezeptfreie Medikamente gegen Rheuma

1. Was ist Rheuma, was sind Rheuma-Schmerzen?
Hinter dem Sammelbegriff "Rheuma" werden eine Vielzahl von verschiedenen Erkrankungen oder Symptomen wie z.B. Rückenschmerzen, Gliederreissen, Muskel- oder Sehnenschmerzen zusammengefasst. Man kann sie in vier verschiedene Gruppen unterteilen:

Arthrose
Durch Abnützung hervorgerufene Erkrankung der Gelenke und/oder der Wirbelsäule, auch degeneratives Rheuma genannt.

Arthritis
Entzündliche Erkrankung eines oder mehrere Gelenke und/oder der Wirbelsäule, auch entzündliches Rheuma genannt.

Weichteilrheumatismus
Sammelbegriff für schmerzhafte, die Funktion beeinträchtigende Erkrankungen der Muskel, Sehnen, Bänder, Sehnenscheiden oder der Schleimbeutel. Abnutzungserscheinungen oder Entzündungsprozesse können hier eine Rolle spielen.

Gicht
Auch diese Krankheit gehört zum rheumatischen Formenkreis. Eine Stoffwechselstörung führt zu Ablagerungen von Harnsäure in den Gelenken und dadurch zu Abnutzungs- und schmerzhaften Entzündungsprozessen.

2. Was kann man gegen Rheumascherzen tun?
Da es viele verschiedene Erkrankungsformen sind, kann es keine einheitliche Rheumabehandlung geben. Grundsätzlich ist es die Aufgabe des Arztes, den Erkrankungstyp festzustellen und die Behandlungsstrategie festzulegen. Sofern es sich um eine schwerwiegende Erkrankung handelt, wie z.B. die chronische Gelenkentzündung, bleibt auch die Therapie weiterhin in der Hand des Arztes. Der Selbstmedikation zugänglich sind bestimmte Arten von Muskelverspannungen, leichtere Ausprägungen rheumatischer Beschwerden und kurzfristig auftretende, belastungsinduzierte Verspannungen und Schmerzzustände.

Der Patient kann sehr viel mithelfen, indem er einseitige Belastungen vermeidet. Auftretende Verspannungen kann man durch gezielte Bewegungsübungen entgegenwirken. Darüber hinaus sollten die schmerzenden Muskel- und Gelenkpartien warm gehalten und vor Kälte und Zugluft geschützt werden. Sehr von Vorteil sind auch Entspannungsübungen und die Vermeidung von Stress.

Darüber hinaus gibt es rezeptfreie Arzneimittel zur Selbstmedikation zur Anwendung bei Rheumaschmerzen.

Badezusätze
Heiße Bäder mit speziellen Rheumazusätzen wärmen die verhärtete Muskulatur und kurbeln die Durchblutung an. Sie eignen sich auch für die heimische Badewanne.

Einreibungen
Es gibt Salben, Cremes, Gele und Flüssigkeiten, die auf die schmerzenden Muskelpartien aufgetragen werden. Hierzu gehören durchblutungsfördernde Mittel und Mittel zur Lockerung von Verspannungen. Auch innerlich und äußerlich anzuwendende Schmerzmittel können bei Rheumaschmerzen Abhilfe schaffen (siehe hierzu im Kapitel Schmerzmittel - Kapitel:Allgemein). Im akuten Stadium helfen kühlende Präparate, die Schmerzen zu lindern; sie wirken entzündungshemmend und sorgen für ein Abklingen der Schwellungen. Bei chronischen Beschwerden können Mittel mit z.B. Cayennepfeffer oder Nikotinabkömmlingen die Durchblutung fördern, Verspannungen lösen und Linderung schaffen.

3. Wann zum Arzt?
Bei allen Schmerzzuständen, die als stark empfunden werden, oder wenn sie über einen längeren Zeitraum anhalten, ist der Arzt aufzusuchen. Der Arztbesuch ist ebenfalls erforderlich, wenn während einer Gelenkerkrankung Fieber dazu kommt und wenn Gelenkbeschwerden nach einer eitrigen Mandelentzündung auftreten.

Rezeptfreie Medikamente/Mittel gegen Rheuma und Muskelverspannungen gibt es auch in der Apotheke.
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