Rezeptfreie Medikamente bei Menstruationsstörungen

1. Was sind Menstruationsstörungen?
Darunter versteht man Zyklusstörungen, d.h. zu seltene oder zu häufige, zu schwache oder zu starke Regelblutungen.

2. Was sind die Ursachen von Menstruationsstörungen?
Es gibt eine Reihe möglicher Ursachen für Zyklusstörungen. Dazu zählen u.a. Erkrankungen oder Fehlbildungen der Geschlechtsorgane, Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse, Diabetes, Leber- und Nierenerkrankungen. Darüber hinaus können Klimaumstellungen, Über- oder Mangelernährung, Leistungssport oder seelische Ursachen hinter einem unregelmäßigen Zyklus stecken.

3. Was kann man gegen Menstruationsstörungen tun?
Zunächst sollte man durch einen Besuch beim Arzt abklären, ob eine organische Erkrankung oder hormonelle Störung für die Unregelmäßigkeiten der Monatsblutung verantwortlich ist. Häufig sind jedoch seelische Ursachen Auslöser für die Menstruationsstörungen. Deshalb sollte man versuchen, Stress zu vermeiden oder die belastenden Situationen zu ändern. Entspannungsmethoden wie Autogenes Training, Yoga oder Muskelrelaxation nach Jacobsen und körperliche Bewegung helfen dabei, Stresshormone abzubauen und steigern das allgemeine Wohlbefinden. Ist die Regel zu selten oder zu schwach, wirken sich entspannende, durchblutungsfördernde Bäder mit Zusätzen aus Moor oder Solebäder positiv aus. Eine gezielte Beckenbodengymnastik regt gleichfalls die Durchblutung an.

4. Welche Medikamente helfen bei Menstruationsstörungen?
Rezeptfreie Arzneimittel mit pflanzlichen Wirkstoffen können zur Linderung von Menstruationsbeschwerden beitragen. Sie sind in der Regel gut verträglich und besitzen keine Nebenwirkungen. Darüber hinaus wirken Schmerzmittel, wie Acetylsalicylsäure, Paracetamol oder Ibuprofen (siehe auch unter Schmerzmittel - Kapitel:Allgemein) gegen Regelschmerzen, die im Rahmen der Menstruation auftreten können. Dabei handelt es sich um krampfartig, ziehend oder dumpfe Schmerzen, die bis in den Rücken, die Oberschenkel oder den Bauch ausstrahlen.
  • Traubensilberkerze
    Die Inhaltstoffe des Wurzelstocks der Traubensilberkerze wirken östrogenartig und lindern Menstruationsbeschwerden, prämenstruelle und neurovegetative Beschwerden der Wechseljahre.
  • Mönchspfeffer
    Die Früchte des Mönchspfeffer enthalten östrogenähnliche Substanzen, die bei Regelblutungsstörungen, prämenstruellem Syndrom, Wechseljahrbeschwerden, Spannungs- und Schwellungszuständen der Brüste wirksam sind.
5. Wann zum Arzt?
Man sollte zum Arzt gehen, wenn die Menstruationsstörungen neu und plötzlich auftreten, oder wenn sich die Stärke und Länge der Blutung verändert sowie beim Auftreten von Zwischenblutungen.

Rezeptfreie Medikamente/Mittel gegen Menstruationsstörungen gibt es auch in der Apotheke.
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