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Rezeptfreie Medikamente gegen Blasenentzündung und Harnröhrenentzündung
1. Was ist eine Blasenentzündung? Eine Entzündung der ableitenden Harnwege (Nierenbecken, Harnleiter, Harnblase, Harnröhre) wird als Harnwegsinfektion (Blasenentzündung) bezeichnet. Sie wird meist durch Bakterien hervorgerufen. Besonders häufig sind Frauen von dieser Erkrankung betroffen. Diese ist zwar unangenehm, meist aber harmlos. Wird sie rechtzeitig behandelt, lässt sich vermeiden, dass die Entzündung bis ins Nierenbecken aufsteigt (Nierenbeckenentzündung).
2. Was sind die Ursachen für Blasenentzündung? Eine gesunde Blase ist steril, d.h. es lassen sich keine Krankheitserreger nachweisen. Harnsteine, eine vergrößerte Prostata, eine Verengung der Harnröhre, der Rückfluss von Harn in die Harnleiter, Geschwülste, eine Verschleppung von Bakterien bei bestimmten Sexualpraktiken (ungeschützter Analverkehr) können Ursache für eine Harnwegsinfektion sein. Insbesondere bei Frauen kommt es durch eine falsch ausgeführte Toilettenhygiene zur Verschleppung von Darmbakterien in den Harnröhrenausgang, diese wandern in Richtung Harnblase und führen zu einer Blasenentzündung. Die weibliche Anatomie erleichtert zusätzlich ihr Auftreten: Die Harnöffnung liegt relativ nahe an Scheide und After und der weibliche Harnleiter ist zudem mit 4 cm Länge deutlich kürzer als sein männliches Pendant. Bakterien können deshalb bei Frauen leichter über die Harnröhre in die Blase gelangen und dort eine Entzündung auslösen. Begünstigt wird eine Infektion durch Auskühlung des Unterleibs. Sie führt dazu, dass die Abwehrkräfte des Körpers gegen Krankheitserreger sinken. Als Folge der Entzündung kommt es zu einem verstärkten Harndrang, aber nur geringer Urinausscheidung. Oft tritt ein Brennen und Stechen beim Wasserlassen auf.
3. Was kann man gegen Blasenentzündung tun? Wichtig ist es, viel zu trinken, damit die Bakterien möglichst schnell aus der Blase heraus gespült werden. Warme Sitzbäder können die Heilung beschleunigen. Auf Intimsprays, chemische Verhütungsmittel, desinfizierende Lösungen und parfümierte Seife sollte man verzichten, denn sie schwächen den natürlichen Schutzmantel der Haut und erleichtern so die Ausbreitung der Bakterien. Die richtige Hygiene nach dem Gang zur Toilette - von der Scheide in Richtung After abwischen - verhindert, dass Bakterien aus dem Analbereich zur Scheiden- und Harnröhrenöffnung transportiert werden.
4. Welche Medikamente helfen bei Blasenentzündung? Um die Durchspülung der Blase zu unterstützen, sollte man mehrmals täglich einen harntreibenden Blasentee trinken. Heilkräuter wie Bärentraube, Birkenblätter, Goldrute, Liebstöckel und Löwenzahn wirken harntreibend und können bei Blasenbeschwerden in Verbindung mit reichlicher Flüssigkeitsaufnahme zur Durchspülung der Harnwege eingesetzt werden.
5. Gibt es Risiken bei der Arzneimittelanwendung? Rezeptfreie Arzneitees aus Heilkräutern sind in der Regel gut verträglich.
6. Wann zum Arzt? Sie sollten zum Arzt gehen, wenn die typischen Beschwerden wie Brennen und Stechen beim Wasserlassen nicht nach wenigen Tagen verschwinden oder wenn plötzlich Rückenschmerzen hinzu kommen - das kann ein Hinweis auf eine ernsthafte Nierenerkrankung sein - oder wenn Sie den Verdacht haben, dass eine andere Erkrankung, etwa an der Prostata, dahinter steckt.
Rezeptfreie Medikamente/Mittel gegen Balsenentzündung und Harnröhrenentzündung gibt es auch in der Apotheke.
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