Rezeptfreie Medikamente bei Akne

1. Was ist Akne?
Akne ist eine Hauterkrankung, die auf einer Störung der Talgdrüsen beruht. Sie tritt vorwiegend im Gesicht, im Nacken, auf der Brust und am Rücken auf.

2. Was sind die Ursachen von Akne?
Die gewöhnliche Akne ist in der Regel ein Pubertätsproblem. Sie tritt ab dem 12. Lebensjahr auf und geht mit den hormonellen Umstellungen des Körpers beim Heranwachsen einher. Die Produktion der männlichen Geschlechtshormone erhöht sich während der Pubertät und die Talgdrüsen der Haut produzieren vermehrt Fett. Wenn der Talgausführgang verhornt, staut sich der Talg und kann nicht mehr abfließen. Aus abgestorbenen Hautzellen, Talg und Hautbakterien bilden sich dann Mitesser. Die Bakterien zersetzen den Talgpfropf: Der Mitesser entzündet sich und es entsteht ein Pickel. Daran sollte man nicht Herumdrücken, weil Bakterien und entzündungsfördernde Substanzen sonst tiefer in das Gewebe gepresst werden und sich die Entzündung noch verschlimmert.

Darüber hinaus können auch Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten, Magen-Darm-Störungen, Stress oder auch erbliche Veranlagung Ursache für das Auftreten von Akne sein.

3. Was kann man gegen Akne tun?
Eine gründliche Reinigung der Haut ist besonders wichtig, wenn man unter Akne leidet. Man sollte dazu jedoch keine normale Seife nehmen, sondern auf Waschsyndets oder Reinigungsmilch zurückgreifen. Am besten geeignet sind speziell auf Aknehaut abgestimmte Reinigungs- und Pflegeprodukte. Wenn man Make-up verwendet, sollte man fettfreie Produkte nehmen und die Haut am Abend gründlich reinigen. Darüber hinaus lindern Molkebäder entzündliche Hauterscheinungen. Zur Verbesserung des Hautbildes eignen sich desweiteren Bierhefepräparate.

4. Welche Medikamente helfen bei Akne?
Cremes, Gele und Tinkturen mit dem Wirkstoff Benzoylperoxid haben sich bewährt. Er vernichtet nicht nur Bakterien, sondern verringert auch eine erneute Besiedlung der Haut und hat einen leichten Schäleffekt. Weitere Wirkstoffe zur äußerlichen Aknebehandlung: Natriumbituminosulfat, Aluminiumoxid, Hexachlorophen oder Fußblattwurzelstock.

5. Gibt es Risiken bei der Arzneimittelanwendung?
Rezeptfreie Arzneimittel sind im allgemeinen gut verträglich. Bei der Anwendung von Benzoylperoxid können gelegentlich Austrocknungserscheinungen und Hautreizungen auftreten.

6. Wann zum Arzt?
Ein Arztbesuch ist immer dann angezeigt, wenn Abszesse entstehen, sich eiternde oder schmerzende Knoten bilden oder wenn man so stark unter der Akne leidet, dass seelische Probleme auftreten.

Rezeptfreie Medikamente/Mittel bei Akne gibt es auch in der Apotheke.
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