Rezeptfreie Medikamente gegen Herzinsuffizienz und zur Herzstärkung, Herzkräftigung

1. Was ist Herzinsuffizienz und was kann man tun?
Von Herzinsuffizienz spricht man, wenn das Herz es nicht mehr schafft, bei erhöhtem Sauerstoffbedarf mehr Blut durch den Körper zu pumpen. Im fortgeschrittenen Stadium kann es selbst den normalen Sauerstoffbedarf nicht mehr decken. Eine Folge dieser Erkrankung: Ein schwaches Herz nimmt auch zu wenig Blut aus den Venen auf. Dort staut sich das Blut, der Druck presst Wasser ins Gewebe, das nun anschwillt.

Je nach dem, welche Seite des Herzens geschwächt ist, fallen die Beschwerden unterschiedlich aus.

Linksherzinsuffizienz:
Sobald man sich körperlich anstrengt, fängt das Herz an zu jagen, und der Patient gerät in Atemnot. Bei fortgeschrittener Herzschwäche treten diese Symptome schon im Ruhezustand auf. Dazu kommen noch Anfälle von Atemnot.

Rechtsherzinsuffizienz:
Geschwollene Knöchel zeigen, dass sich das Blut in den Venen staut und Wasser ins Gewebe gepresst wird. Viele Patienten klagen auch über Völlegefühl und Mattigkeit.

Allgemeine Maßnahmen:
Als allgemeine Maßnahmen zur Verbesserung der Situation bei Herzinsuffizienz sind vor allem zu nennen:
  • Abnehmen und Übergewicht abbauen und auf ausgewogene Ernährung achten.
  • Ruhepausen einlegen, andererseits auch auf maßvolle Bewegung achten, um den Kreislauf in Schwung zu halten.
2. Welche Arzneimittel können bei Herzinsuffizienz eingesetzt werden?
Für die Selbstmedikation sind nur leichte Formen von Herzschwäche zugänglich. Ein Patient, dem körperliche Aktivitäten erkennbar schwer fallen, sollte unbedingt den Arzt konsultieren. Als pflanzliches Arzneimittel gegen Herzschwäche ist Weißdorn (Crataegus) bekannt. Zubereitungen in Form von Tropfen, Saft, Tabletten oder Kapseln oder auch als Tee müssen kurmäßig, also über mehrere Wochen angewendet werden. Sie zeigen keine Nebenwirkungen und vertragen sich gut mit anderen Medikamenten, die die Patienten oft zusätzlich einnehmen. Weißdorn verbessert die Herzdurchblutung und normalisiert die Herzfrequenz. Magnesium hat eine herzschützende Wirkung, deshalb kann dies zusätzlich eingenommen werden.
Knoblauch lässt das Blut besser fließen (siehe Kapitel Arteriosklerose) und erleichtert so die Arbeit des Herzens.
Die Inhaltsstoffe von Ammi visnaga (Bischofskraut) wirken erweiternd auf die Herzkranzgefäße: Sie fördern die Durchblutung des Herzmuskels.

3. Welche Risiken haben Arzneimittel?
Rezeptfreie Arzneimittel zur Selbstmedikation sind im allgemeinen gut verträglich und ohne nennenswerte Risiken. Dies gilt insbesondere für die hier genannten pflanzlichen Arzneistoffe. Die bei stärker ausgeprägten Formen der Herzinsuffizienz notwendiger werdenden verschreibungspflichtigen Arzneimittel sind zwar hochwirksam, haben aber Anwendungsbeschränkungen und gehören in die Hand des Arztes. Die Anweisungen des Arztes und der Packungsbeilage sind deshalb besonders zu beachten.

4. Wann zum Arzt?
Ein Arzt sollte regelmäßig dann konsultiert werden, wenn Beschwerden neu oder erstmalig auftreten oder wenn sich vorhandene Beschwerden verschlimmern.

Rezeptfreie Medikamente/Mittel bei Herzinsuffizenz und für Herzstärkungen und Kräftigung des Herzens gibt es auch in der Apotheke.
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