Rezeptfreie Medikamente gegen Schuppenbildung

1. Was ist Schuppenbildung?
In regelmäßigen Abständen erneuert sich die Kopfhaut. Sie stößt tote Hautzellen als Schuppen ab. Normalerweise läuft dieser Vorgang völlig unauffällig ab, erst wenn viele abgestorbene Hautzellen zusammenhängen, werden sie als Schuppen sichtbar.

2. Was sind die Ursachen von Schuppenbildung?
Ist das natürliche Gleichgewicht der Haut gestört, kann es zu einer verstärkten Abstoßung von Hautzellen kommen. Generell unterscheidet man zwischen trockenen und fettigen Kopfschuppen. Während die trockenen Schuppen in der Regel klein sind und vom Kopf rieseln, sind die fettigen Schuppen relativ groß und hinterlassen beim Zerreiben zwischen den Fingern einen fettigen Film.

Häufig tritt in Verbindung mit Schuppen auch Juckreiz auf, die Kopfhaut ist empfindlicher. Dadurch kommt es leichter zu Entzündungen, die durch Bakterien oder Pilze verursacht werden.

Beim seborrhoischen Ekzem, einer Hauterkrankung, kommt es an Stellen mit vermehrter Talgproduktion, vor allem am Kopf und im Gesicht zur Schuppenbildung. Das Ekzem ist gekennzeichnet durch Rötungen und Juckreiz. Oft tritt im Sommer durch die Sonneneinstrahlung eine vorübergehende Besserung des Leidens ein. Die genauen Ursachen der Seborrhoe sind unbekannt. Neben einer vererbten Veranlagung scheinen hormonelle Einflüsse, die Jahreszeit oder emotionale Faktoren eine Rolle zu spielen.

3. Was kann man gegen Schuppenbildung tun?
Wenn man zu Schuppen neigt, sollte man ein mildes Shampoo benutzen. Dabei sollte man darauf achten, nur wenig Shampoo zu verwenden und die Haare nach der Wäsche gründlich auszuspülen. Um die Kopfhaut nicht zu reizen, sollte man die Haare anschließend nur lauwarm fönen. Wohldosierte Sonnenbäder können zudem die Beschwerden lindern. Spezielle Schuppenshampoos, die über mehrere Wochen angewendet werden, helfen bei der Bekämpfung der Schuppen.

4. Welche Medikamente helfen bei Schuppenbildung?
Rezeptfreie Arzneimittel, die Wirkstoffe wie Pyrithion-Zink, Ichthyol-Natrium, Harnstoff oder Ketoconazol enthalten, können als Cremes, Emulsionen oder Shampoos zur Linderung von Schuppenbefall eingesetzt werden. Sie wirken juckreizstillend und entzündungshemmend.

5. Gibt es Risiken bei der Arzneimittelanwendung?
Rezeptfreie Arzneimittel sind im allgemeinen gut verträglich. Jedoch können auch hier unerwünschte Nebenwirkungen auftreten, die sich in der Regel durch Unverträglichkeitsreaktionen der Haut wie Rötung, Brennen, Quaddelbildung oder Juckreiz bemerkbar machen.

6. Wann zum Arzt?
Ein Arztbesuch ist notwendig, wenn es zum ersten Mal zu starker Schuppenbildung kommt oder wenn die Schuppen sehr hartnäckig sind.


Rezeptfreie Medikamente/Mittel gegen Schuppenbildung gibt es auch in der Apotheke.


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