Rezeptfreie Medikamente gegen Fußpilz

1. Was ist Fußpilz?
Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine Infektion der Fußsohle oder der Zehenzwischenräume mit Hautpilzen.

2. Was sind die Ursachen von Fußpilz?
Pilze leben in der Regel auf oder im menschlichen Körper ohne Schaden anzurichten. Sie bevorzugen ein feucht-warmes Klima. Bereits kleinste Verletzungen der Haut können zu einer Pilzinfektion (Mykose) führen. Auch ein geschwächtes Immunsystem begünstigt das Auftreten von Pilzinfektionen, daher sind Menschen mit bestimmten Erkrankungen wie z.B. Diabetiker und Aidskranke besonders gefährdet.

Personen, die ständig feuchte Füße haben oder die berufsbedingt dichtgeschlossene Gummischuhe tragen müssen, sind ebenfalls anfällig gegenüber Fußpilzerkrankungen. Aber auch anatomische Gegebenheiten spielen eine Rolle. So neigen z.B. Menschen mit engen Zehzwischenräumen verstärkt zu Fußpilzbefall, weil sich die Erreger beim Waschen und Abtrocknen aus den engen Zwischenräumen nicht so leicht entfernen lassen und sich die Pilze in dem feucht-warmen Milieu besonders wohlfühlen. Des weiteren gibt es Hinweise darauf, dass die Veranlagung an Fußpilz zu erkranken, vererbt wird.

Fußpilz zählt zu den häufigsten Hauterkrankungen. Die Vielfalt der Erreger von Pilzinfektionen führt zu unterschiedlichen Krankheitsverläufen. Man unterscheidet drei Infektionsformen:

Zehzwischenraummykose: Sie tritt zwischen den Zehen auf. Die Haut rötet sich, nässt und juckt. Gelegentlich kommt es auch zu tiefen Einrissen in der Haut, die mit erheblichen Schmerzen verbunden sein können.

Typisch für eine andere Form des Fußpilzes, die am Hohlfuß auftritt, is Bläschenentwicklung, Rötung der Haut und Schuppenbildung.

Bei einer weiteren Form siedelt sich der Pilz an der Ferse oder an der gesamten Fußsohle an. Es kommt zu einer vermehrten Hornhautbildung sowie zur Bildung trockener Schuppen.

3. Was kann man gegen Fußpilz tun?
  • Die Fußhaut sollte gründlich gepflegt werden. Zusammen mit einem intakten Immunsystem ist eine gesunde Haut der beste Schutz vor Pilzbefall.
  • Nach dem Schwimmen, Baden oder Duschen sollten die Füße besonders zwischen den Zehen gründlich abgetrocknet werden.
  • Schuhe aus Leder und Strümpfe aus Naturmaterialien tragen
  • Füße und Schuhe mit Mittel gegen Fußpilz einpudern
  • In öffentlichen Bädern, Duschen und Saunen nicht barfuß laufen, sondern Badeschuhe tragen
  • Wenn es trotzdem zu einer Infektion gekommen ist, helfen pilzabtötende Arzneimittel aus der Apotheke.
4. Welche Medikamente helfen bei Fußpilz?
Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen, sogenannte Antimykotika, kann man nach ihrer Anwendungsart in zwei Gruppen unterteilen:

  • Antimykotika
    Dazu zählen eine Reihe von Wirkstoffen, wie z.B. Miconazol, Clotrimazol, Nystatin, Ketoconazol, Bifonazol, Econazol, Tioconazol und Isoconazol.
  1.  Mittel zur örtlichen Anwendung (lokale Wirkung) als Salbe, Creme oder Spray z.B. Miconazol, Clotrimazol, Nystatin.
  2. Medikamente, die von innen wirken (systemische Wirkung) und in Form von Tabletten, Dragees oder Tropfen eingenommen werden z.B. Nystatin.
Anwendungsgebiete: Pilzerkrankungen zwischen den Fingern und den Zehen, Pilzerkrankungen der Haut und Hautfalten, am Kopf, des Anal- und Genitalbereichs, oberflächliche durch Candida-Arten hervorgerufene Pilzerkrankungen, Pilzinfektionen der Mundschleimhaut (Soormykosen), bei entzündlichen Ekzemen in Bereichen vermehrter Talgproduktion (seborrhoische Dermatitis).

Wichtig für eine erfolgreiche Therapie ist es, die Behandlung nach dem Abklingen der Symptome mindestens 2-3 Wochen weiterzuführen. Es kann sonst durch den verfrühten Abbruch zu Rückfällen und chronischen Pilzerkrankungen kommen. Denn auch nach dem ersten Nachlassen der Symptome existieren noch Pilzsporen, die durch die Wirkung des Medikamentes zwar nicht auskeimen, aber noch lebensfähig sind.

5. Gibt es Risiken bei der Arzneimittelanwendung?
Rezeptfreie Arzneimittel sind in der Regel gut verträglich. Selten kann es zu Reizungen mit Rötung, Stechen und / oder Brennen kommen. In seltenen Fällen treten allergische, lokale Hautreaktionen auf. Bifonazol, Econazol, Tioconazol und Isoconazol sollten während der Stillzeit nicht im Brustbereich angewendet werden.

6. Wann zum Arzt?
Wenn die Beschwerden stark sind oder trotz Behandlung stärker werden, sollte man auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.


Rezeptfreie Medikamente/Mittel gegen Fußpilz gibt es auch in der Apotheke.

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