Rezeptfreie Medikamente gegen Ekzeme
1. Was ist ein Ekzem?
Dabei handelt es sich um eine Hauterkrankung. Die Haut rötet sich, schwillt an, bildet Knötchen und sondert Flüssigkeit ab. Nach dem Eintrocknen der Bläschen bilden sich Schuppen. Ekzeme gehen häufig mit einem starken Juckreiz einher.
2. Was sind die Ursachen von Ekzemen?
Die Haut besitzt ein leistungsfähiges Schutzsystem: den Säureschutzmantel. Er schützt die Haut vor Wind, Wetter und schädlichen Umwelteinflüssen. Wenn die Haut jedoch zu stark austrocknet oder der Säureschutzmantel beschädigt wird, kann sich leicht ein entzündlicher Ausschlag entwickeln. Dieses Ekzem kann allergisch bedingt sein, d.h. bei ererbter Neigung zur Ekzembildung reagiert das Immunsystem mit einer übermäßigen Abwehrreaktion in Form von Ausschlag auf den allergieauslösenden Stoff. Es ist auch möglich, dass der Säureschutzmantel durch bestimmte Putzmittel oder Chemikalien zerstört worden ist und schädliche Substanzen in die Oberhaut eingedrungen sind. Der Körper versucht, diese Stoffe durch eine Entzündung (Ekzem) abzuwehren.
3. Was kann man gegen Ekzeme tun?
Zunächst sollte man versuchen herauszufinden, worauf die Haut mit einem Ekzem reagiert. Häufig sind Chemikalien, Putzmittel, Kosmetika oder Modeschmuck die Auslöser. Diese Stoffe sollte man nach Möglichkeit meiden. Es kommen aber auch Nahrungsmittel als Auslöser in Frage. Bei Verdacht sollte man etwa sechs Wochen auf das jeweilige Lebensmittel verzichten.
Bei der Hausarbeit sollte man Gummihandschuhe tragen, um den Kontakt mit scharfen Haushaltreinigern zu verhindern. Auf Duft- und Parfumzusätze in Putz- und Waschmitteln sollte man verzichten, Desinfektionsmittel gar nicht verwenden. Kommt die Haut beim Arbeiten mit Wasser in Berührung, sollte man sie anschließend gründlich abtrocknen und mit einer Fettcreme behandeln.
4. Welche Medikamente helfen bei Ekzemen?
Wenn es sich um ein allergisches Ekzem handelt, kann man es mit einem Antiallergikum, vor allem mit Antihistaminen behandeln. Zur Behandlung eingegrenzter Hautbezirke eignen sich Salben, Gels oder Lotionen mit den Wirkstoffen:
- Bufexamac
Es wirkt antientzündlich und mindert die Reizreaktionen bei Ekzemen. - Gerbstoffe
Synthetische Gerbstoffe lindern den Juckreiz und hemmen Entzündungsprozesse im Hautgewebe. - Schieferöle
Sulfonierte Schieferöle (Ichthyol) wirken antientzündlich, antibakteriell, entschuppend, durchblutungsfördernd und gegen Juckreiz. Chronisch stark juckende Ekzeme können mit Schieferölanwendungen günstig beeinflusst werden.
5. Gibt es Risiken bei der Arzneimittelanwendung?
Rezeptfreie Arzneimittel sind in der Regel gut verträglich. Bei ihrer Anwendung kann es gelegentlich zu Überempfindlichkeitsreaktionen an der Haut kommen. Schieferöle dürfen nicht ständig angewendet werden.
6. Wann zum Arzt?
Ein Arztbesuch ist angezeigt, wenn das Ekzem zum ersten Mal auftritt oder wenn es eitert. Der Arzt kann abklären, ob es sich um ein allergisches Kontaktekzem oder sogar um Neurodermitis handelt.
Rezeptfreie Medikamente/Mittel gegen Ekzeme gibt es auch in der Apotheke.