Rezeptfreie Medikamente gegen Schnupfen

1. Wie äußert sich Schnupfen?
Das erste Anzeichen von Schnupfen ist ein Kribbeln in der Nase, welches zu häufigerem Niesen führt. Danach schwellen die Nasenschleimhäute an, verstopfen die Nase und erschweren das Atmen. Aus der Nase läuft ein klares, wässriges Sekret, das im Verlauf der Krankheit zähflüssig und grünlich-gelblich wird.

2. Was kann man bei Schnupfen tun?

Bei Schnupfen sollte man unbedingt viel trinken (bis zu 2 l pro Tag), um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen und um das Sekret dünnflüssig zu halten.

Inhalieren hilft, am besten mit Salz oder Kräuterzusätzen (Kamille, Minze, Latschenkiefer, Eukalyptus, Cineol oder Menthol).
Auf ausreichende Luftfeuchtigkeit achten, Zugluft vermeiden, Körper möglichst warm halten und körperliche Anstrengungen vermeiden.

3. Welche Arzneimittel helfen bei Schnupfen?

Salzhaltige Nasentropfen
Ein Befeuchten der Nasenschleimhaut mit isotonischer Kochsalzlösung verbessert die Funktion der Flimmerhärchen, wirkt schwach desinfizierend und erleichtert die Atmung.

Abschwellende Nasentropfen
Abschwellende Nasentropfen, z.B. mit den Wirkstoffen Oxymetazolin, Xylometazolin, wirken verengend auf die Blutgefässe in der Nase, dadurch schwillt die Nasenschleimhaut ab, und es wird weniger Sekret produziert. Die Nase wird wieder frei und auch das Mittelohr und die Nasennebenhöhlen können wieder frei werden, so dass auch aus diesen Bereichen das Sekret ablaufen kann und dadurch eine Komplikation (z.B. eine bakterielle Infektion) vermieden werden kann. Die Mittel wirken in der Regel mehrere Stunden.
Wichtig ist, dass man sich bei diesen Mitteln exakt an die Dosierungsempfehlung hält, das heißt man sollte sie nur wenige Tage lang und auch nicht in zu hoher Dosierung anwenden.

Oral einzunehmende Mittel.
Es gibt auch oral anzuwendende Schnupfenmittel, die z.B. als Kapseln eingenommen werden. Sie enthalten Ephedrin oder verwandte Stoffe. Es gibt auch Kombinationspräparate, die auch gegen weitere Erkältungssymptome wirken.

4. Gibt es Risiken bei diesen Arzneimitteln?

Abschwellende Nasentropfen/-sprays nur 3-4 mal täglich und insgesamt nicht länger als 5-7 Tage anwenden. Bei chronischer Anwendung über mehrere Monate kann die Nasenschleimhaut geschädigt werden. Bei sehr trockener Nasenschleimhaut keine abschwellenden Nasentropfen/-sprays verwenden. Bei Patienten mit grünem Star bitte vorher den Arzt befragen.
Bei der Einnahme von Tabletten und Kapseln sollten Patienten mit bestimmten Grunderkrankungen wie hohem Blutdruck, Herz- und Schilddrüsenerkrankungen sowie Diabetes den Arzt befragen. Wenn Kombinationspräparate gleichzeitig schmerzstillende Stoffe enthalten, müssen die besonderen Hinweise auch zu diesen beachtet werden.

Rezeptfreie Medikamente/Mittel gegen Schnupfen und häufiges Niesen gibt es auch in der Apotheke.
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