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Rezeptfreie Medikamente gegen Husten
1. Wie äußert sich Husten? Husten entsteht in den unteren Atemwegen nach einer Reizung des "Hustenreflexes". Mit dem beim Husten entstehenden plötzlichen starken Luftstoß versucht der Körper, sich von einem Fremdkörper zu befreien. Der Husten ist also ein Schutzreflex.
Man unterscheidet zwei unterschiedliche Arten von Husten: Trockenen Husten und Husten mit Auswurf (produktiver Husten). Bei einer Erkältungskrankheit steht üblicherweise der trockene Husten am Anfang. Die Schleimhäute sind gereizt und ein möglicherweise schon vorhandener oder sich entwickelnder Schleim lässt sich noch nicht ablösen. Im weiteren Verlauf löst sich der Schleim ab und wird beim Husten "ausgeworfen". Entsprechend dieser Einteilung gibt es zwei unterschiedliche Behandlungsmethoden dieses Erkältungssymptoms.
2. Was kann man bei Husten tun? Bei Husten muss man dem Körper helfen die Schleimhäute feucht zu halten und den festsitzenden Schleim zu verflüssigen. Deshalb sollte man viel trinken (bei herzgesunden Patienten werden drei Liter pro Tag empfohlen). Hilfreich ist das Inhalieren mit heißem Wasserdampf und Zusätzen von reizlindernden Kräutern. Die Atemluft sollte ausreichend befeuchtet sein und jegliche zusätzliche Reizung der Schleimhäute (z.B. durch Rauchen) sollte unterbleiben. Der Brustbereich sollte warm gehalten werden, hierzu gibt es z.B. Brustbalsame, die gleichzeitig etherische Öle enthalten.
3. Arzneimittel zur Anwendung bei trockenem Husten Es gibt Arzneimittel, die den Hustenreiz bei trockenem Husten unterdrücken. Ein recht stark und sicher wirkendes Arzneimittel ist Codein, welches jedoch verschreibungspflichtig ist. Rezeptfreie Arzneimittel enthalten Wirkstoffe wie z.B. Chlorphenamin, Clobutinol bzw. Dextromethorphan. Pflanzliche Arzneimittel, die Isländisches Moos enthalten, wirken ebenfalls hustenstillend. Hustenstiller eignen sich vor allem vor dem Schlafengehen, um die Nacht durchzuschlafen. Am Tage sollte man sie vor allem dann einnehmen, wenn der Husten stark quält.
4. Arzneimittel bei produktivem Husten Wenn der Husten von der trockenen Phase in die Phase übergeht, wo Schleim abgehustet wird, kann man dieses Abhusten durch schleimlösende Hustenmittel unterstützen. Diese Mittel nennt man "Expektoranzien". Es gibt hierzu eine Reihe chemisch-synthetischer Mittel, die wirksam und unbedenklich sind z.B. Acetylcystein, Ambroxol, Bromhexin. Pflanzliche Mittel, die das Abhusten von Schleim erleichtern, sind z.B. Thymian, Schlüsselblume, Grindeliakraut, Bibernellwurzel.
5. Gibt es Risiken bei diesen Arzneimitteln? Mittel, die den Hustenreiz unterdrücken, sind abzusetzen, sobald Schleim produziert wird. Als seltene Nebenwirkungen treten Müdigkeit, Schwindel, Magen-Darm-Beschwerden auf. Dextromethorphan darf nicht bei eingeschränkter Leberfunktion und zusammen mit bestimmten ärztlich verordneten Medikamenten (MAO-Hemmer) angewendet werden. Vorsicht in der Schwangerschaft.
6. Wann muss der Arzt aufgesucht werden? Den Arzt sollte man immer dann aufsuchen, wenn der Husten besonders stark ist oder wenn zusätzlich hohes Fieber oder weitere schwerwiegende Symptome hinzutreten. Ein Arztbesuch ist auch dann angeraten, wenn der trockene Husten nicht nach spätestens vier Tagen in den produktiven Husten übergeht und wenn insgesamt auch der produktive Husten länger als zwei Wochen anhält. Wenn der Auswurf von Blutbeimengungen durchsetzt ist, sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden.
Rezeptfreie Medikamente gegen Husten gibt es auch in der Apotheke.
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