Rezeptfreie Medikamente gegen Erkältung und gegen grippalen Infekt
Was ist eine Erkältung / grippaler Infekt?
Typische Erkältungskrankheiten sind Atemwegsinfekte wie Schnupfen und Nebenhöhlenentzündung, Mandel- und Rachenentzündung sowie Husten und Bronchitis. Symptome treten meist nacheinander auf, die Erkältung kann aber auch auf Nase, Hals oder Bronchien beschränkt bleiben. Bei Kindern kommt fast immer noch Fieber hinzu. Derartige Erkältungskrankheiten werden auch als "grippaler Infekt" bezeichnet.
Eine sogenannte "echte" Grippe wird durch spezielle Virustypen (Influenza-Viren) ausgelöst. Eine Influenza dauert länger und verläuft schwerer. Häufige, Beschwerden sind das gleich zu Beginn einsetzende hohe Fieber (um 39 bis 40 °C), heftige Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen sowie ein starkes allgemeines Krankheitsgefühl. Oft sind die Augen sehr lichtempfindlich. Wenn Husten und Schnupfen nachfolgen, dann meist sehr viel stärker als sonst, und das Bedürfnis nach Ruhe und Schlaf ist groß. Bei Klein- und Schulkindern können Bauchschmerzen und Durchfall hinzukommen. Eine Grippe ist meist erst nach zwei bis drei Wochen überstanden.
Was sind die Ursachen von Erkältungskrankheiten?
Vorwiegend werden Erkältungskrankheiten durch Viren ausgelöst. Dabei gibt es rund 200 verschiedene Arten, die meist durch Tröpfcheninfektion beim Husten und Niesen sowie beim Händeschütteln übertragen werden.
Ihren Namen tragen Erkältungskrankheiten nicht ohne Grund: Kühlt der Körper durch frostige Temperaturen, kalte Nässe, Feuchtigkeit oder Zugluft aus, kann das Abwehrsystem die Viren schlechter bekämpfen. Sie vermehren sich auf den Schleimhäuten und führen dann zu den bekannten Beschwerden.
Ist der Körper durch eine virale Erkältung geschwächt, haben es Bakterien einfacher, in den Körper einzudringen und sich auszubreiten. Wenn zusätzlich zur Erkältungssymptomatik auch Beschwerden durch eine bakterielle Infektion hinzukommen, spricht man von einer Misch- bzw. Superinfektion. Meist handelt es sich bei den Bakterien um Streptokokken oder Staphylokokken. Sie sind oft für die schweren Komplikationen einer Erkältung verantwortlich.
Was kann man gegen Erkältungskrankheiten tun?
Generell sind bei einer Erkältung zu empfehlen:
- körperliche Schonung (z.B. in Bezug auf Arbeit und Sport)
- Feuchtinhalationen mit z.B. Kamillen- oder Salbeidampf
- heiße Getränke mit Honig
- warme Halswickel
- Lutschtabletten
Daneben gibt es noch verschiedene "Hausmittel" gegen Erkältung. Mancher schwört auf Ingwertee (frischer Ingwer in heißem Wasser, mit Zitronensaft und Honig), andere bevorzugen die Inhalation von Teebaum- oder Pfefferminzöl oder legen eine in Scheiben geschnittene Zwiebel auf das Nachtschränkchen, damit die Dämpfe den Schnupfen lindern.
Welche Medikamente helfen bei Erkältungskrankheiten / grippalen Infekten? Da man die Erkältungsviren nicht mit Arzneimitteln bekämpfen kann, beschränkt sich die Behandlung darauf, die einzelnen Symptome bzw. Beschwerden zu lindern. Hier gibt es rezeptfreie Arzneimittel gegen Schnupfen, Husten, Fieber, Schmerzen und Halsbeschwerden.
Es gibt aber auch wirksame und unbedenkliche Kombinations-Arzneimittel, die mit einer Kombination verschiedener Wirkstoffe gegen die verschiedenen Symptome gleichzeitig wirken. Diese Arzneimittel sind dann sinnvoll, wenn man unter verschiedenen Symptomen gleichzeitig leidet. Eine bewährte Methode bei Erkältungskrankheiten und zur Vorbeugung ist es, etwas für die Stärkung der Abwehrkräfte zu tun. Neben den aus der Volksmedizin bekannten Methoden zur "Abhärtung", wie z.B. körperliche Betätigung an frischer Luft, gibt es hierzu Naturheilmittel mit Echinacea (Sonnenhut).
Ein ebenfalls aus der Naturheilkunde bekanntes Medikament, mit dem die Erkältungssymptomatik allgemein angegangen werden kann, ist der Melissengeist. Fast schon den Charakter von Hausmitteln haben Erkältungssalben, die man auf Brust, Hals, Rücken aufträgt und einmassiert. Sie enthalten z.B. Eukalyptusöl, Menthol, Campher. Man kann sie auch in einen Inhalator geben, um die ätherischen Öle einzuatmen. Bei Kindern unter 6 Jahren sollte das Inhalieren allerdings unterbleiben - überhaupt nicht anwenden bei Kindern unter 2 Jahren. Bei Patienten, die zu Asthma neigen, ist bei der Anwendung von ätherischen Ölen Vorsicht geboten.
Gibt es Risiken bei der Arzneimittel-Anwendung?Rezeptfreie Medikamente /Mittel zur Anwendung bei Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten sind im allgemeinen wirksam und gut verträglich. In möglichen speziellen Risiken sollte die Packungsbeilage des jeweiligen Arzneimittels genau beachtet werden. In Zweifelsfällen befrage man Arzt oder Apotheker.
Wann zum Arzt?
Ein Arzt ist immer dann indiziert, wenn die Beschwerden sich nach einigen Tagen nicht bessern.
Auch wenn sehr starke Beschwerden auftreten, z.B. hohes Fieber oder starke Halsschmerzen, die auf eine echte Grippe bzw. eine Mandelentzündung hindeuten sollte man den Arzt aufsuchen.
Der Arzt kann das Ausmaß der Beschwerden feststellen und Medikamente gegen die entsprechenden Symptome verordnen. Wenn es sich um die "echte" Grippe (Influenza) handelt, gibt es Medikamente, die die Symptome abschwächen können, wenn sie innerhalb der ersten 48 Stunden genommen werden.
Wenn zu der Virusinfektion noch eine bakterielle Infektion hinzugekommen ist, werden oft Antibiotika verordnet.
Rezeptfreie Medikamente/Mittel gegen Erkältung und gegen grippalen Infekt gibt es auch in der Apotheke.