Rezeptfreie Medikamente gegen Depressionen

1. Was ist eine depressive Verstimmung?
Vorübergehende Niedergeschlagenheit und große Traurigkeit sind kennzeichnend für eine depressive Verstimmung.

2. Was sind die Ursachen von depressiver Verstimmung?
Häufig tritt eine depressive Verstimmung nach einer persönlichen Krisensituation, z.B. dem Verlust eines engen Angehörigen oder der Trennung vom Partner, auf. Sie stellt eine normale Reaktion auf das Erlebte dar und ist nicht krankhaft. Die Krise muss erst einmal verarbeitet werden. Mit der Zeit heilen die Wunden und die Lebensfreude kehrt zurück. Wenn sich Niedergeschlagenheit und Traurigkeit hartnäckig halten, ohne dass es einen Grund dafür gibt, liegt eine echte Depression vor. Sie gehört in die Behandlung eines Therapeuten.

3. Was kann man gegen depressive Verstimmung tun?
Betroffene sollten ihre Probleme nicht für sich behalten, sondern das Gespräch mit der Familie oder Freunden suchen. Wichtig für die Bewältigung der Krise ist es auch, sich nicht zurückzuziehen, sondern die Freizeit mit anderen Menschen zu verbringen, auch wenn man glaubt, nicht zumutbar zu sein. Um "Seelentröster" wie Alkohol oder andere Drogen sollte man einen Bogen machen. Sie können das Stimmungstief noch verstärken. Darüber hinaus sollte man für ausreichend Schlaf sorgen und sich regelmäßig bewegen, am besten an der frischen Luft. Das wirkt ausgleichend und beruhigend auf die Seele. Sonnenlicht kann zudem zur Stimmungsaufhellung beitragen. Unnötigen Stress sollte man vermeiden und Ruhepausen genießen.

4. Welche Medikamente helfen bei depressiver Verstimmung?
Gegen leichtere oder auch mittelschwere Fälle von depressiver Verstimmung helfen rezeptfreie Arzneimittel mit dem Wirkstoff Johanniskraut, die als Tablette, Dragee oder als Pflanzensaft oder Tee eingenommen werden können.

Johanniskraut
Johanniskraut enthält zahlreiche aktive Wirkstoffe, wie Dianthron- Derivate (Hypericin, Pseudohypericin), Flavonoide, Tannine, Xanthrone, Terpene und Phytosterole. Sie wirkt stimmungsaufhellend bei depressiven Verstimmungen und Angststörungen. Um ihre antidepressive Wirkung zu entfalten, müssen Johanniskraut-Wirkstoffe mindestens drei Wochen lang eingenommen werden.

5. Gibt es Risiken bei der Arzneimittelanwendung?
Rezeptfreie Arzneimittel sind in der Regel gut verträglich. Allerdings können auch bei diesen Präparaten unerwünschte Nebenwirkungen auftreten.

Johanniskraut
Johanniskraut ist gut verträglich, gelegentlich können Müdigkeit oder erhöhte Lichtempfindlichkeit auftreten. In höherer Dosierung kann es zu Wechselwirkungen mit bestimmten verschreibungspflichtigen Arzneimitteln kommen, die sich in Wirkungsverminderung äußern (hierüber informiert die Packungsbeilage).

6. Wann zum Arzt?
Wenn die depressive Verstimmung länger als zwei bis drei Monate anhält, das Stimmungstief ohne Grund auftritt, wenn man keine Lebensfreude mehr verspürt, sich zurückzieht oder körperliche Veränderung wie ein Gewichtsverlust hinzukommen, sollte man auf jeden Fall einen Arzt bzw. Therapeuten aufsuchen.

Rezeptfreie Medikamente/Mittel gegen Depressionen gibt es auch in der Apotheke.
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