Rezeptfreie Medikamente gegen Allergien an der Haut

Was sind Allergien an der Haut?

Überempfindlichkeiten (allergische Reaktionen) der Haut können sich äußern als Kontaktekzem oder Nesselsucht. Das allergisch bedingte Kontaktekzem (Kontaktallergie) wird durch Substanzen hervorgerufen, die direkt mit der Haut in Kontakt kommen. Manche Stoffe führen erst zusammen mit Sonnenlicht zu einer Allergie, man bezeichnet das als photoallergische Reaktion. Zu den Kontaktallergien zählt auch die Sonnenallergie.  

Das allergische Kontaktekzem tritt zunächst an der Stelle auf, wo die allergene Substanz eingewirkt hat, kann aber später auf weitere Stellen der Haut übergreifen. Am häufigsten sind die Hände befallen, aber auch andere Körperstellen, wie Füße und Gesicht können betroffen sein. Die Hautreizung führt zu Rötung, Bläschenbildung, Nässen und Krustenbildung meist verbunden mit Juckreiz. Besteht das Ekzem über längere Zeit kommt es zu Schuppung und Verdickung der Haut. Das allergische Ekzem tritt meist innerhalb von 1-4 Tagen nach Kontakt mit der auslösenden Substanz auf. Durch einen Allergietest lässt sich herausfinden, gegen welche Stoffe der Körper allergisch reagiert.  

Was sind die Ursachen von Hautallergien?
Zu Stoffen, die häufig eine Kontaktallergie auslösen, gehören Metalle wie Nickel oder Chrom sowie auch Leder und Gummi. Ebenso können äußerlich angewendete Medikament, z.B. antibiotikahaltige Salben zu einer allergischen Reaktion führen. Wasch- und Reinigungsmittel, Kosmetika, Farb- und Konservierungsstoffe zählen ebenfalls zu den Substanzen, die eine Überempfindlichkeit der Haut hervorrufen können. Auch einige Pflanzen können allergieauslösend wirken.

Was kann man gegen Hautallergien tun?
Am einfachsten wäre natürlich die allergieauslösenden Stoffe, soweit sie bekannt sind, zu meiden. Aber das ist in den meisten Fällen nicht möglich. Gegen Juckreiz helfen juckreizstillende Salben oder Gele. Bei starken Beschwerden helfen Antiallergika (sogenannte Antihistaminika) in Tabletten- oder Tropfenform.  

Welche Medikamente helfen bei Allergien?
Es gibt keine Therapie, die die Ursache einer Allergie bekämpft. Das Ziel der Behandlung ist zunächst hauptsächlich die Linderung der Beschwerden. Dafür stehen mittlerweile viele Medikamente mit unterschiedlichen Wirkungen zur Verfügung. Neben diesen Möglichkeiten der konventionellen Medizin wurden in der vergangenen Zeit auch häufig alternative Therapiekonzepte in Erwägung gezogen. Als Beispiel sei hier nur die Möglichkeit der Akupunktur erwähnt. Wichtig ist es vor allem, das auslösende Allergen zu finden und möglichst zu meiden. Darüber hinaus ist es wichtig, alle zusätzlichen, die Haut schädigenden Einflüsse zu reduzieren. Ferner kann eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener Ernährung hilfreich sein. Auch ausreichend Schlaf und Erholung sind wichtig, um das psychische Gleichgewicht wiederherzustellen und die adäquate Bewältigung von Stress zu ermöglichen.

Gibt es Risiken bei der Arzneimittelanwendung?
Obwohl rezeptfreie Medikamente/Mittel bei Allergien der Haut in der Regel gut verträglich sind, können auch bei diesen Präparaten unerwünschte Nebenwirkungen auftreten: Antihistamine : Es treten selten Überempfindlichkeitsreaktionen auf. Das Reaktionsvermögen kann beeinträchtigt werden. Bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Antihistamine sollten sie nicht angewendet werden. Bei Kindern unter 12 Jahren, in der Schwangerschaft und Stillzeit sollte vor Anwendung der Arzt befragt werden. Hydrocortison: In seltenen Fällen kann es zu allergischen Hautreaktionen kommen. Es soll nicht angewandt werden bei ansteckenden Hauterkrankungen. Nicht bei Kindern unter 6 Jahren, nicht in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft und nicht am Auge. Wie kann ich Hautallergien vorbeugen? 
  • Neue Kleidungsstücke vor dem ersten Tragen waschen. - Beim Sonnenbad möglichst keine Kosmetika oder Parfüms benutzen (Ausnahme: Sonnenschutzmittel).
  • Bei häufigen Arbeiten mit Chemikalien (z.B. Reinigungsmittel, Lacke) am besten PVC-Handschuhe und darunter Baumwollhandschuhe tragen.
  • Keinen Modeschmuck mit Nickel oder Chrom auf der Haut tragen.
  • Allergie-getestete Hautreinigungsmittel und Kosmetika benutzen.
  • Gefährdete Hautbezirke mit Salben oder Cremes pflegen.
Wann zum Arzt?
Wenn die Beschwerden stark sind, Atemprobleme auftreten, wenn sich die allergische Reaktion auf ein verordnetes Medikament zurückführen lässt oder wenn sie in der Schwangerschaft, beim Stillen, Säuglingen oder Kleinkindern auftritt, sollte man in jedem Fall den Arzt aufsuchen.  

Rezeptfreie Medikamente/Mittel gegen Allgergien an der Haut gibt es auch in der Apotheke.
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